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Zuchtanleitung weiße Springschwänze

Springschwänze sind ein sehr leicht zu züchtendes, 1-2mm grosses Oberflächenfutter, dass von vielen Fischen begeistert gefressen wird.

Früher züchtete ich Springschwänze auf Torf, doch die Entnahme der reichlich vorhandenen Springschwänze war mühselig. Mit der Zeit bildeten sich grössere Populationen in meinen Grindalkulturen auf Schaumstoff. Wenn ich täglich die Springschwänze abklopfe, beeinträchtigen sie die Vermehrung der Grindalwürmer nicht. Allein durch meine zehn Grindalkulturen kann ich pro Woche einige Milliliter Springschwänze verfüttern.

Grindal mit Springschwänzen
Grindalkultur mit Springschwänzen

Im Februar 2005 wurde ich auf gepresstes Spagnummoos aufmerksam. Dieses in Platten gepresste Moos ergibt eingeweicht ein lockeres, feuchtes Substrat, dass kaum verrottet. In einer kleinen Probekultur vermehrten sich die Springschwänze extrem schnell. Also schnitt ich in den Deckel eines 10l fassenden Eimers ein 10×10cm grosses Loch, dass ich mit feinem Gardinenstoff verschloß. So verhindere ich ein Eindringen von anderen Insekten. In den Eimer gab ich die restlichen 3-4 Litter Moos, die Probekultur und die wöchendliche Ausbeute von Springschwänzen aus meinen Grindalkulturen. Täglich streute ich gemahlene Kölln Instantflocken über das Moos und feuchtete es mit einer Blumenspritze leicht an.

Springschwänze nah

Schon nach zwei Wochen wimmelte das Moos von vielen junger Springschwänze und nach weiteren zwei Wochen fing ich an täglich ca. 2 ml reine Springschwänze zu entnehmen. Trotz dieser grossen Entnahme ging der Bestand im Eimer nicht zurück.

Springschwänze weit

Zur Entnahme von Springschwänzen schüttele ich eine Portion Moos über einer grossen Schüssel. Mit leichtem Klopfen an die Schüssel lassen sich die Springschwänze in ein kleineres Gefäß schütten. Nach drei Monaten fing ich vorsichtshalber an, Teile des verschmutzten Spagnummooses gegen frisches auszutauschen.
Springschwänze sind für alle “Augenfische” und Oberflächenfische ein sehr gutes Futter. Meine Pseudoepiplaty annulatus laichen fünfmal mehr Eier bei der Fütterung mit Springschwänzen und Salinies, als bei einer Fütterung mit Salinies, Grindalwürmern und Trockenfutter. Aber auch fast alle kleinen Salmler, Barben, Bärblinge, Killifische und Zwergregenbogenfische schätzen die Springschwänze sehr.
Trotz anfänglicher Skepsis konnte ich einige “Normalaquarianer” aus meinem Bekanntenkreis zur Zucht von Springschwänzen überreden. Ihre Fische erfreuen sich jetzt einer regelmäßigen Gabe von “Kraftfutter” und sind vitaler als früher. Die hohe Sterblichkeit von Guppyweibchen bei einem Jungaquarianer konnte durch die regelmäßige Fütterung von Springschwänzen deutlich gesenkt werden.
Fazit: Ein Superfutter, das nach Lesen meines Artikels vielleicht öfters gezüchtet wird.

08/2009: Ich züchte schon seit einigen Monaten keine Springschwänze mehr, aber von einem Freund, der etliche Kulturen als Futter für seine Dentrobaten-Nachzuchten pflegt, bekam ich den Tipp als Futter das feine Aquakulturgranulat zu benutzen. Er hat seit dem er dies verfüttert wesentlich mehr Nachkommen bei seinen Springschwänzen: Verschiedene Kulturen seien gerade zu explodiert.