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Milchinfusorien (Pantoffeltierchen)

Seit 2000 habe ich ständig einige Kulturen von Milchinfusorien laufen, die von Peter Hilt-Klein als Pantoffeltierchen identifiziert wurde.
Da ich selten so kleines Jungfischfutter benötige, vergaß ich die Kulturen schon mal einige Wochen zu füttern. Aber nach Auffüllen des verdunsteten Wassers mit abgestandenem Leitungswasser, einigen Tropfen Dosenmilch und ein paar Tagen Geduld sind wieder genug Pantoffeltierchen zum Verfüttern da. Natürlich ist es besser alle zwei bis drei Tage mit guter Dosenmilch zu füttern. Ich habe sehr gute Erfolge mit den Ein-Portionsdosen von Aldi gemacht. Pro Liter Kulturwasser gebe ich je nach Bestand ein bis sechs Tropfen. Bevor wieder gefüttert wird, sollte das Wasser klar gefressen sein. Den meisten Jungfischen macht die übliche Verfütterung der Pantoffeltierchen mit dem klaren Kulturwasser nichts aus, trotzdem siebe ich meine Pantoffeltierchen lieber über einer 20µm (= 0,02mm) Gaze ab. Von Dr. Stefan K. Hetz bekam ich den Tipp die Pantoffeltierchen vor dem Verfüttern mit dem Kunstfutter Babystar in 50-100µm zu boostern. Er konnte unter dem Mikroskop die Aufnahme des Futters beobachten. So kann der relativ geringe Nährwert der Pantoffeltierchen enorm gesteigert werden. Mit Spirulinaalgenpulver oder einem anderen Staubfutter ist dies auch möglich.

Zuchtanleitung Milchinfusorien (Pantoffeltierchen)

Den erworbenen Ansatz auf vier Gläser von 200 bis 1000ml verteilen und täglich 20 bis 50ml abgestandenes Leitungswasser auffüllen bis die Gläser fast voll sind. Alle 2-3 Tage mit 1-6 Tropfen, je nach Besatzmenge, Dosenmilch oder H-Milch füttern. Ich benutze Portionsdöschen von Aldi Süd, die ich mit einer Nadel ansteche und dann kühl gestellt 1-2 Wochen zu Fütterung benutzen kann.
Bitte keinen Kontakt über Becher, Netze, etc. zu Aquarien herstellen, da so schnell Cyclops eingeschleppt werden können, die die Pantoffeltierchen fressen.
Falls die Kulturen sich mit dem Leitungswasser nicht richtig entwickeln, kann auch Vittel oder ähnliches genommen werden.
Ideal ist die Futtermenge, wenn das Wasser nach 1-2 Tagen wieder klar gefressen wurde und viele Pantoffeltierchen im Freiwasser schweben. Großere weiße Flocken, eine dickere Kahmhaut und einen schmierigen weißen Rand deuten auf eine zu große Futtermenge hin. Falls die Kulturen nicht benötig werden, kann man sie einige Wochen ohne Fütterung bei 15-20°C stehen lassen und bei Bedarf innerhalb einer Woche “wiederbeleben”. Nur Austrocknen vertragen die Pantoffeltierchen nicht.
Der mit der Zeit anfallende Mulm macht eine Kultur erst richtig stabil. Wenn er mehr als 1cm hoch steht, sauge ich den größten Teil ab. Dieser Mulm eignet sich sehr gut um eine neue Kultur zu starten. Alternativ kann man auch eine kleine Schnecke dazu setzen.