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Scleromystax barbatus

2004: Diese wunderschöne Panzerwelsart kann bei guter, artgerechter Pflege über 10cm groß werden. Da die Fische aus dem kühleren Südbrasilien kommen, sollten sie nicht über 25°C gehalten werden. Ich halte meine Scleromystax barbatus bei 22-23°C und gehe zur Laichzeit bis 18°C runter. Die beiden Chefs meiner Zuchtgruppe sind zwischen 10 und 11 cm groß und auch die Weibchen messen über 8 cm. Gelaicht wird fast über das ganze Jahr mit Pausen von zwei bis vier Wochen. Leider ist die Befruchtungsquote meist ziemlich schlecht und die milchigen Eier erschweren das Erkennen der unbefruchteten Eier sehr. Trotzdem kann ich regelmäßig Nachzuchten abgeben.
Besonders interessant ist die Balz und die Rangeleien der Männchen untereinander. Meist nach einem grossen Wasserwechsel fangen die Männchen untereinander zu rangeln an, d.h. sie schwimmen mit aufgestellten Flossen nebeneinander her, jagen sich gegenseitig, wobei die Rollen regelmäßig getauscht werden, und schieben den Rivalen auch schon mal mit dem Kopf zur Seite. Einen gezielten Einsatz des Backenbartes, der in der Laichperiode besonderst lang und dicht ist, konnte ich noch nicht sehen. Vielleicht dient er nicht zum Kampf mit rivalisierenden Männchen, sondern zur Stimulation der Weibchen, da die Männchen die Weibchen, dicht aneinander nur um eine halbe Körperlänge versetzt, verfolgen und so mit dem Backenbart die Flanken der Weibchen berühren. Leider geschieht das ganze so schnell, dass dies nur eine Vermutung ist.

Die Scleromystax barbatus aus dem Handel sind häufig recht hinfällig und sterben dann meist an bakteriellen Erkrankungen der Leibeshöhle. Rechtzeitig erkannt hilft manchmal eine Behandlung mit nifurpirinolhaltigen Medikamenten. Besonders häufig erkranken Scleromystax barbatus, die nach dem Kauf ohne Quarantäne einfach in das neue Aquarium gesetzt wurden. Die in dem Aquarium lebenden, zahlreichen Keime sind meist unbekannt für das Imunsystem des Fisches und durch den Transportstreß und geschwächte Allgemeinsituation ist das Imunsystem des Fisches nicht in der Lage sich gegen die Keime ausreichend zu wehren.

Die richtige Durchführung einer Quarantäne ist hier beschrieben: Wie führe ich eine richtige Quarantäne durch

Ich selbst habe von zwanzig Scleromystax barbatus aus zwei Quellen, einmal Nachzuchten und einmal Wildfänge, trotz separater, neueingerichteter Becken und bester Pflege über die Hälfte verloren. Bei den von mir verkauften Nachzuchten hatte ich erst zwei “Reklamationen”, bei denen die Fische ohne Quarantäne einmal in ein Altwasserbecken und das anderemal in ein zu warmes Diskusbecken gesetzt wurde.