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Die Lage der Aquaristik aus meiner Sicht

Leider sind die guten Aquarianer, die sich artgerecht um ihre Haustiere kümmern, immer noch deutlich in der Minderzahl.
Meine Aussagen beruhen auf die Kontakte zu Aquarianern auf Börsen, im Internet und Geschäften und meine Zeit als Angestellter in einem Zoogeschäft
Ich habe ein paar Jahre halbtags in einem Zoogeschäft gearbeitet und schnell festgestellt, dass die meisten guten “1-3 Becken-Aquarianer” nur viermal im Jahr etwas kaufen. Bis auf ein paar neue Fische und Pflanzen, etwas Dünger und Futter, gelegentlich etwas Technik brauchen diese für ihre bestehenden Becken nichts. Davon kann meiner Meinung der Zoohandel allgemein nicht existieren, Umsatz bringt der schlechte Aquarianer der Tiere, Pflanzen und den Rest des Angebotes verbraucht (leider im Sinne des Wortes). Seit dieser Zeit behaupte ich dass 90% der Aquarianer Verbraucher sind und im Prinzip keine Achtung vor der Kreatur haben. So ist eine ausführliche Beratung eigentlich unwirtschaftlich für den Händler. Zusätzlich sind viele Aquarianer beratungsresistent, sie machen wie sie es schon immer gemacht haben. Fische und Pflanzen sind ja so günstig.
Dazu kommt nach das Problem, dass fast alle günstige, eher billige Fische wollen. Das zieht sich dann bis zu in die Heimatländer der Wildfänge und Nachzuchten. Und wo wird gespart: an der Pflege der Fische. So kommen viele Fische schon in einen schlechten Zustand zum Großhändler, der auch nicht viel Zeit und Geld in die Fische investieren kann, weil er mit den Preisen der Mitbewerber gleich ziehen muss, um nicht größere Kunden ( Baumärkte, Geschäftsketten) zu verlieren.
Dabei ist meiner Meinung fast jeder Cent, dem man für einen Fisch mehr bezahlt, eine lohnende Investition, da die Wahrscheinlichkeit einen gesunden, vitalen und robusten Fisch zu erwerben, der nicht krank wird und lange lebt, deutlich steigt. “Geiz -ist-geil” ist beim Kauf lebender Tiere fehl am Platz.
Sicher gibt es überall im Handel Ausnahmen, aber die Qualität des Angebotes steht und fällt mit dem Wissen, dem Engagement und den Freiheiten, die die Geschäftsführung den Angestellten in der Zooabteilung lässt.
Ich werde versuchen bei den gelegentlichen Ausflügen mit Familie oder Freunden, Geschäfte die mir von Freunden und Bekannten empfohlen wurde kurz zu besuchen. Vielleicht ändern die Besuche mein Schwarzsehen etwas.
So kann ich in meiner Nähe kaum ein Geschäft mit ganzem Herzen empfehlen. Mein persönliches Lieblingsgeschäft ist der Kölle-Zoo in Ludwigshafen. O.K., Apotheke, die Preise sind im Vergleich zu saarländischen Geschäften hoch, aber die Qualität und die Auswahl ist konkurenzlos. Das Personal, das mich bisher bedient hat, hat seine Arbeit gut erfüllt, mich bei Fachfrage auch mal an einen Kollegen verwiesen. Auch die Qualität und Artenauswahl der angebotenen Fische war überdurchschnittlich gut.
In verschiedenen Foren gibt es Positivlisten von Zoogeschäften, die ich selbst nur mal kurz angeklickt habe. Hier kann jeden seine Empfehlung abgeben, auch die oben genannten 90%. Also bitte nicht enttäuscht sein.

12/2014: Seit April 2013 arbeite ich wieder in einem Zoogeschäft. Im Prinzip hat sich an der Situation der SAquaristik nicht viel geändert, nur gibt es immer weniger Aquarianern. Mit gutem Gewissen kann ich behaupten, dass sie bei uns im Laden die besten Fische im weiten Umkreis bekommen, sie eine sehr gute Auswahl an Zubehör, Fischen und Pflanzen erwartet und wir nach bestem Wissen die Kunden beraten.
Zooaktiv Saarbrücken