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Barbus hulstaerti

Artikel aus dem BSSW-Report 02/2009 von Kurt Mack und René Ruth

Geschlechterverhältnis bei Barbus hulstaerti Nachzuchten

2007 wurden nach einer jahrelangen Pause wieder die ersten Barbus hulstaerti Wildfänge im Handel angeboten.
Etliche Züchter versuchten die kleine hübsche Barbe zu vermehren, was auch fast problemlos ging. Nur leider waren kaum Weibchen unter den Nachzuchten.

René Ruth und ich haben einiges durchprobiert, was teilweise noch nicht zu 100% bestätigt ist.
So hat René herausgefunden, dass Killifische aus den gleichen Fanggebieten wie Barbus hulstaerti Temperaturen um die 20°C bevorzugen. Dazu sind dort sauere Gewässer selten.
Bei 18°C fraßen die Barben und zeigten auch keine verminderte Beweglichkeit.
Da sich bei mir die Eier erst bei einer Leitfähigkeit von unter 100µS/cm entwickelten, startete ich meine ersten Versuche mit 80µS/cm, 21°C und einem ph-Wert und den Neutralpunkt.
Als Ergebnis konnte ich 30% Weibchen vorweisen. Bei René gab es unter ähnlichen Bedingungen auch einen Wurf mit 90% Weibchen. Sonst aber meist um die 30 bis 40%.
Bei Versuchen mit kühleren Temperaturen und einem deutlich saueren ph-Wert waren deutlich weniger Weibchen unter den Nachzuchten.
Jede heranwachsende Barbus hulstaerti, die einige dunkele Pigmente an der Rückenflosse zeigt, wird sich zu einem Männchen entwickeln.
Ansonsten ist die Barbe nicht wählerisch was die Ansatzmethode angeht. Ich setze die Elterntiere nach einer Trennung von 2 Wochen am liebsten auf einer Schicht abgesunkenem Blähton an und sauge täglich die Eier dazwischen ab. Wichtig ist ein entsprechender Laichansatz, den man bei den Weibchen als Rosafärbung erkennt.
Bei René laichten die Barben auf Fasertorf und auch auf einem Laichrost. Die letzten erfolgreichen Versuche waren mit einer Schuhabstreifermatte und einem Kieselstein darauf.
Mit Hilfe eines Keilbeckens sollte die Vermehrung auch möglich sein.

Die Larven schlüpfen nach ca. 48 Stunden und brauchen bis zu ersten Nahrungsaufnahme vier bis sechs Tage. Als Erstnahrung reiche ich Pantoffeltierchen und Brachionus. Nach 2-3 Tagen werden die ersten frischgeschlüpften Artemien gefressen. Später dann gesiebtes Tümpel- und feines Trockenfutter. Bei meinen ersten Nachzuchten hatte ich einige Fische mit Flossenfehlern dabei, die später bei einer sorgfältigeren Aufzucht mit geringeren Futtermengen und häufigeren Wasserwechseln nicht mehr auftraten.

Auffällig war noch, dass sich die Laichansatze der Weibchen nicht immer regelmäßig bildeten, sondern das trotz reichlicher Fütterung es wochenlange Pausen gab.

Nachzuchtversuche mit der roten Farbform von Barbus jae zeigten den gleichen Einfluss von Temperatur und ph-Wert.

Barbus hulstaerti 12mm 1

09/2011: Barbus hulstaerti bleibt eine schwierige Art, die es aber verdient hat erhalten zu werden