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Corydoras sp. orange stripe

Ich bekam meine Zuchttiere im Januar 2001. Die Welse waren mager, aber gesund und fehlerfrei. Nach guter Fütterung mit gefrorenen Cyclops, Grindalwürmern und meiner Trockenfuttermischung wurden sie schnell kräftiger und die Weibchen zeigten einen leichten Laichansatz, ohne aber intensivere Balzaktivitäten zu zeigen. Da meine anderen Panzerwelse fleißig laichten, begann ich die Corydoras sp. orange stripe mit grösseren Wasserwechseln und einer Verstärkung der Strömung zu stimulieren. Innerhalb der nächsten Wochen “kitzelte” ich ca. 50 Eier aus der Zuchtgruppe heraus. Die Weibchen laichten immer nur einige Eier, obwohl sie einen deutlichen Laichansatz zeigten. Durch eine zu frühe Stimulation laichte diese Gruppe 1,5 Jahre nicht mehr. Ich hatte sie aus ihrem Laichrythmus gebracht. Heute warte ich bei neuen Panzerwelsen immer intensivere Balzaktivitäten ab, bevor ich mit der Stimulation der Regenzeit beginne. Erst im März 2004 fing die Gruppe wieder mit der Balz und dem “freiwilligen” Ablaichen an. Innerhalb der nächsten drei Monate konnte ich über 1000 Eier absammeln, die zu 80% befruchtet waren. In der Eigrösse und Gelegezahl zeigt sich ein deutlicher Unterschied zu Corydoras aeneus. Die Eier von Corydoras sp. orange stripe sind wesentlich grösser und pro Weibchen und Laichgang werden meist weniger als 80 Eier abgegeben. Bei der Aufzucht der Jungfische ist viel Sorgfalt und Wasserwechsel notwendig, um die “Kleinen” schnell und fehlerfrei aufzuziehen. Wenn zu wenig Wasser gewechselt wird bekommen die Jungfische schnell Pinselschwänze und sind meist nicht mehr zu retten.
Die Geschlechter lassen sich bei dieser Art nur schlecht unterscheiden. Bei Jungfischen unter 4 cm in es für mich fast unmöglich einen Unterschied zu erkennen. Bei grösseren Corydoras sp. orange stripe kann man denn Unterschied anhand der Körperform und der Knochenplattenspalte hinter dem After noch am besten sehen.
Ich empfehle mindesten 10 besser 15 Stück dieser Art zusammen zu halten, sonst bleiben sie oft scheu und wachsen schlechter. Einer unserer Börsenbesucher hat, trotz meiner Empfehlung, mit fünf Corydoras sp. orange stripe angefangen, doch innerhalb der nächsten Monate kaufte er noch dreimal fünf Stück nach. Bei einem Bestand von fünfzehn Corydoras sp. orange stripe veränderten sie ihr Verhalten deutlich. Wenn vorher die ganze Meute meist hinter einer Wurzel saß und sich nur zum Fressen kurz zeigte, schwammen sie jetzt oft in kleinen Gruppen durch das Aquarium und spielten an der Frontscheibe in der Strömung. Erst mit dem Erreichen einer Körpergrösse von über 4,5 cm wurden die Streifzüge selterner, trotzdem kann man über den ganzen Tag verteilt kleiner Gruppen beim Fressen und Balzen beobachten.
Meine Zuchtgruppe verkriecht sich im versteckarmen Zuchtbecken oft so in den Javafarnbusch, das beim Herausnehmen desselben die Hälfte der Gruppe darin hängen bleibt.
Der Corydoras sp. orange stripe ist wegen seiner extravaganten Färbung und seinem Verhalten einer meiner Lieblingsarten.


Corydoras sp. orange stripe WF Männchen ca. 4,5 Jahre 51 mm


Corydoras sp. orange stripe WF Weibchen ca. 4,5 Jahre 58 mm

08/2009: Auch hier gilt wie bei Corydoras sp. green stripe:
Mit einer geschlechtsreifen, harmonisierenden Gruppe konnte ich in der Regel über 5-6 Jahre gute Nachzuchtergebnisse erzielen. Wichtig ist eine bestimmte Gruppengrösse. Ich hebe mit meist 10 bis 12 schnellwüchsige Nachzuchten auf und tausche später, wenn möglich noch 2-3 Männchen von einem anderen Züchter. Unter den geschlechtsreifen Nachzuchttieren suche ich mir 3,3 oder 4,4 zum Aufbau einer Zuchtgruppe aus. Beim Zusammenstellen einer neuen Zuchtgruppe bevorzuge ich kleinere, schlanke Männchen und nicht zu laichvolle Weibchen. Schlanke Männchen sind nach meinen Erfahrungen bessere Befruchter und zu dicke Weibchen laichen meist nur weniger und auch schlechter befruchtete Eier. Wichtig ist gerade bei der Art die Simulation einer Trockenzeit über mehrere Wochen bis zu 3 Monaten, sonst laichen die Panzerwelse nur sehr unwillig.

08/2011: Meine beiden Zuchtgruppen, F2, werden immer zuverlässiger und pflegeleichter. Teilweise laichen Sie ohne besondere Stimulation einfach nur wenn eine Regenfront kommt. Die Befruchtungsquote ist top und die weitere Aufzucht mit etwas Routine einfach.
Ein Gruppe versteckt die Eier deutlich mehr als die andere und so übersehe ich häufiger mal ein Ei. Deshalb kann ich alle paar Wochen einige Halbwüchsige aus dem Zuchtbecken rausfangen. Diese sind dann besonders gut abgewachsen.