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Cambarellus patzcuarense orange

Ich habe mich lange geweigert die “Phantasiepreise” einiger Anbieter zu bezahlen. Doch im Frühjahr bekam ich fünf sichere und junge Paare günstig von Markus Preisendanz angeboten. Da konnte ich nicht nein sagen. Sie gewöhnten sich schnell ein und nach einigem Experimentieren war die Futterfrage auch geklärt. Meine Tiere bevorzugen Fleisch in Form von gefrorenen Cyclops, Salinenkrebsen und meiner Trockenfuttermischung. Gelegendlich reiche ich noch getrocknete Brennnesselblätter. In einem 160l Aquarium hältere ich im Moment drei Männchen mit acht Weibchen. Bemerkenswert ist, das ca. die Hälfte meiner gekauften, aber auch meiner Nachzuchten immer komplett unbefruchtet Eier tragen, die dann nach einiger Zeit abgestossen werden. Die anderen Weibchen haben jetzt bis zu sechs Mal hintereinander ein “Full house” mit nur einigen sich nicht entwickelnden Eiern gehabt. Die Ursache konnte ich noch nicht feststellen und auch in der Wirbellosen AG konnte mir keiner weiterhelfen. Ich setze die eiertragenden Weibchen in 12l Aquarien mit gleichen Wasserwerten und viel Javafarnblättern. Dort verwöhne ich sie mit viel Futter und reichlich Frischwasser. Pro Wurf konnte ich zwischen 19 und 36 Jungkrebsen erzielen, da ich sie erst nach einigen Wochen zähle, können es direkt nach dem Schlupf noch einige mehr gewesen sein. In den 12l Aquarien ziehe ich die CPO’s bis auf 15mm, bevor ich sie dann in ein 45l Aquarium setze.

08/2006: Heute nach über einem Jahr Zucht und über 1500 großgezogenen Krebsen, bin ich der Meinung, dass die sich nicht entwickelnden Eier bei verschiedenen Weibchen, nur auf schlechte Hygienebedingungen begründet sind. Meist hatte ich abgestorbene Gelege, wenn ich nicht soviel Zeit für meine Krebse hatte. Mittlerweise entwickeln sich über 90% der Gelege problemlos. Desweiteren habe ich am Anfang vielzuviel gefüttert. Es erstaunt mich bei jedem Abfischen der 12l Aufzuchtsbecken, wieviele CPO darin leben. Meist sehe ich gerade mal ein Viertel des Bestandes bei der Fütterung. Der Rekord steht bei 86 CPO bei einem Wurf, 68 und 73 hatte ich auch schon.

Mittlerweile hat sich auch gezeigt, dass die paarweise Haltung meist schief geht. Das Männchen hat nichts zu tun, außer dem Weibchen nachzustellen. Oft wird das Weibchen nach einer Häutung gekillt, d.h. es werden Beine und Scheren abgerissen, bis das Weibchen nicht mehr in der Lage ist zu fressen. Oder es stirbt an Häutungsproblemen, die vielleicht durch den andauernden Streß ausgelöst wurden. Ich empfehle als “kleinste Einheit” zwei oder drei Paare. Hier raufen die Männchen untereinander und die Weibchen bekommen viel weniger Aggressionen ab. Bei vielen Käufern hat sich diese Kombinaion bewährt.

Da ich die tragenden Weibchen einzeln setze und die Würfe getrennt aufziehen, kann ich 100% garantieren das die Paare, die ich verkaufe verschiedene Mütter hatten. Und weil ich mindestens acht gleichstarke Männchen, die ich regelmäßig austausche, in meiner Zuchtgruppe halte, ist die Wahrscheinlichkeit des gleichen Vaters 12,5%.
Die enge Verwandtschaft der Krebse ist meiner Meinung auch ein Faktor der die unbefruchteten Eier auslöst.

Seit Anfang 2007 habe ich zwei Zuchtlinien und kann garantieren, dass die Mannchen und Weibchen, die ich als Paare verkaufe, nicht direkt mit einander verwandt sind. Auch beim Aufbau einer neuen Zuchtgruppe verfahre ich so. Dadurch wird der Genpool immer wieder gemischt und eine Einkreuzung von fremden Tieren ist nicht nötig.


Cambarellus patzcuarense orange 2,5cm 105 Tage


Cambarellus patzcuarense orange 2,3cm 98 Tage


Cambarellus patzcuarense orange Weibchen 3,5cm mit frischen Eiern


Cambarellus patzcuarense orange bei der Häutung


Cambarellus patzcuarense orange unmittelbar nach der Häutung

CPO Zuchtgruppe
CPO Zuchtgruppe mit 8 Männchen und 24 Weibchen, Aufnahme bei Tageslicht,

Zur Art- und Pflegebeschreibung der Garnelenzucht Hofstätter

Zur Datenbank von www.wirbellose.de

08/2009: Da die Preise für die CPO und auch andere Cambarellus-Arten stark gesunken sind, züchte ich nur noch kleinere Mengen für meine Börsenkunden. Leider sinkt mit dem Preis auch die Qualität und ich bekomme häufiger Anfragen wegen agressiver Krebse, unbefruchteten Eiern und sich nicht vermehrender Gruppen.
Als am günstigsten zum Aufbau einer Zuchtgruppe haben sich junge Cambarellus von gerade 20mm bewährt. Diese wachsen zusammen auf und kennen sich schon bevor die Hormone wallen.
Nach meinen Erfahrungen ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen, bei mir in der Regel ca. 45% Männchen und 55% Weibchen. Wenn ich die Aufzucht etwas vernachlässige, überwiegen die Männchen. Ich begründe dies so, dass die Weibchen häufiger bedrängt werden und so auch bei unzureichenden Aufzuchtbedingungen (Verstecke, Wasser- und Futterqualität) häufiger sterben. Zwei befreundete Züchter konnten ihren Männerüberschuß deutlich senken, nach dem sie ihre Aufzuchtmethode verbessert haben.
Als weiteres Problem hat sich das Aufstocken und/oder Ergänzen von bestehenden Gruppen herausgestellt. Selbst wenn man gleich grosse Krebse bekommt, gibt es sehr häufig Verstümmelte und Tote. Günstiger ist es zu warten bis die letzten Krebse verstorben sind, um dann mit einer neuen jungen Gruppe weiter zu machen. Kleinere Cambarellus tragen weniger Eier aber wesentlich häufiger, weil die Häutungsintervalle wesentlich kürzer sind, deshalb sind junge Gruppen von 25-35mm am produktivsten.