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Wie führe ich eine richtige Quarantäne durch?

In der Aquaristik ist es nach meiner Meinung ganz wichtig, durch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen, Krankheiten die Grundlage, meist sind dies geschwächte Fische, auszubrechen zu nehmen.

Zu diesen Vorsichtsmaßnahmen gehört nach meiner Meinung hauptsächlich:

Die meisten empfohlenen Behandlungen gegen Krankheiten haben oft etliche gravierende Nachteile. z.B. schwächen die gesunde Fische unnötig, schädigen die Bakterien im Filter, können Genschäden auslösen, Pflanzen und Schnecken schädigen und noch einiges mehr. Dazu kostet eine Behandlung gegen eine oft vermeidbare Krankheit häufig mehr als die Fische, die behandelt werden sollen.
Nach meiner Meinung brechen die meisten Krankheiten bei Fischen mit einem geschwächten oder überforderten Imunsystem aus. Hierzu muß man sich vor Augen halten, dass in unseren Aquarien Keimgehalte von zehntausend Keimen pro Milliliter in einem funktionierenden Becken bis zu über fünfhunderttausend Keimen pro Milliliter in einem Becken mit z.B. trüben Wasser, einer ausgebrochener Krankheit oder einem überforderten Filter das Imunsystem der Fische permanent belasten. Desweiteren bildet fast jedes Aquarium mit der Zeit seine eigenen Bakterienfauna, die sich auch bei gleichen Wasserwerten, ähnlichem Besatz und Pflegemaßnahmen meist so deutlich unterscheiden, dass ein einfaches Umsetzen von Fischen zu Verlusten führen kann.

Aus diesen Gründen setze ich alle meine Neuzugänge (Fische, Garnelen,Krebse, Schnecken), auch die von guten Züchtern, in ein neueingerichtetes Quarantänebecken, das mit etwas Deko, wenig oder keinem Bodengrund, einem sauberen Filter und einer leichten Belüftung eingerichtet ist. Im Idealfall bekomme ich die Neuzugänge mit soviel Wasser, das ich das Quarantänebecken komplett befüllen kann. Aber auch nur 5-10% reichen schon aus die Fische streßfrei einzugewöhnen. Hier gebe ich mit einem Luftschlauch über einen Zeitraum von 1-2 Stunden belüftetes und temperiertes Frischwasser hinzu. Wenn ich die Neuzugänge per Spedition geschickt bekomme und es während des Transportes zu Verlusten kam, gewöhne ich die Neuzugänge in einem dunklen Eimer an die neuen Wasserwerte, um sie dann später ohne Transportwasser in das Quarantänebecken zu setzen. Die ersten zwei bis vier Wochen wechsele ich je nach Futtermenge alle 3-5 Tage 30 bis 50% des Wassers. Dazu beobachte ich die Neuzugänge intensiv ohne sie aber viel zu belästigen. Nach frühestens vier Wochen ohne Auffälligkeiten beginne ich die Neuzugänge an die Wasserwerte und Keimarten des zukünftigen Aquariums zu gewöhnen indem ich täglich über 10 bis 20 Tage 1-3% des Wasservolumens mit dem zukünftigen Beckens austausche. So gewöhne ich die Neuzugänge und auch den Altbestand mit geringen Mengen an die jeweils unbekannten Keime. Das Imunsystem kann schon Antikörper bilden und ist dann einem Großangriff der entsprechenden Keime nach dem Umsetzen nicht unvorbereitet ausgeliefert.
Viele, auch langjährige Aquarainer belächeln mich wegen meinem, nach ihren Erfahrungen unnötigen Aufwand. Aber ich habe nur ganz geringe Verluste bei meinen Neuzugängen und kann meist auch abgemagerte und schwache Tiere retten. Diesen Aufwand sollten uns die Tiere wert sein.
Durch meine große Anlage habe ich keine Probleme auch kurzfristig ein Becken für Neuzugänge frei zu machen, aber auch der “Wenig-Becken-Aquarianer” sollte eine Quarantäne durchführen. Die Quarantäne die die Händler durchführen, nutzt nichts, da die Tiere nach dem Kauf mit ihnen unbekannten Keimen im heimischen Aquarium in Kontakt kommen. In den meisten Fällen reicht ein Standart 60er, das im Abgebot weniger als 40,-€ kostet. Für eine Quarantäne reicht auch der schwache Innenfilter aus. Alternativ geht auch eine halbdurchsichtige Plastikbox aus dem IKEA (1,50€), ein kleiner Heizer (10,-€) und eine kleine Membranpumpe mit Sprudelstein (12,-€).

Zum Schluß noch: Wie dem aufmerksamen Leser vielleicht aufgefallen ist, “fahre” ich meine neueingerichteten Becken nicht ein. Mehr zu diesem Thema: Das Märchen vom bösen Nitritpeak