Home

News

Kontakt

Zierfische

Garnelen und Krebse

Futtertiere

Stockliste

Futterpreisliste

Versandhinweise

Zucht und Pflege der Tiere

Tipps und Tricks

Bilder Fischkeller

Linksammlung

Literaturliste

Gute Geschäfte, Züchter und Börsen

Epilog

Historie

Impressum

Suche

Gästebuch

Rote Tüpfelgarnele

Eigenselektion aus der normalen Tüpfelgarnele

1998 habe ich mir als meine ersten Zwerggarnelen, ca. 50 Tüpfelgarnelen, bei Uta Hanel in Mannheim gekauft. Sie hat diese damals schon einige Zeit erfolgreich vermehrt und besitzt heute (12/2005) immer noch Tiere dieses Stammes. Die Garnelen bezogen ein 60er Becken mit einem HMF, einer Wurzel und Javafarn. Als Bodengrund hatte ich 3 cm hoch Kies von 2-3mm Durchmesser eingebracht. Die Garnelen vermehrten sich recht gut und nach einem Jahr mußte ich sie trotz regelmäßiger Abgaben wegen einer zu grossen Bestandsdichte in ein 160l Aquarium umsetzen. Nach dem Umsetzen stellte ich mit Schrecken fest, dass der Bodengrund total vermulmt und verdichtet war. An einigen Stellen konnte ich auch schwarzen Kies entdecken, also Stellen wo sich der sehr giftige Schwefelwasserstoff gebildet hatte. In dem neuen Aquarium ließ ich den Bodengrund weg und richtete es ähnlich dem ersten ein. Damit den Junggarnelen mehr Rückzugsmöglichkeiten zum Fressen und Häuten zur Verfügung standen, stellte ich einige gelochte Töpfe mit grober Lava in das Aquarium. Durch den grösseren Lebensraum und die besseren Lebensbedingungen (Bodengrund) “explodierte” der Bestand förmlich. Innerhalb eines halben Jahres hatte ich trotz regelmäßiger Entnahmen einen Bestand von über 1000 Garnelen in diesem Aquarium. Von der früher nur sporadische aufgetretenen roten Farbform konnte ich nun auch wesentlich mehr entdecken, so dass ich mich entschloß diese Farbvariante gezielt weiter zu züchten. Ich fing nach und nach ca. 40 kräftig rot gefärbte Garnelen heraus und setzte sie in ein ähnlich eingerichtetes 60cm Aquarium. Leider waren die Nachkommen anfänglich nur zu 30% wie ihre Elterntiere gefärbt. Ich fing in den nächsten Monaten alle normalgefärbten Garnelen vor Erreichen der Geschlechtsreife heraus und konnte so den Anteil der roten Nachkommen schnell auf 90% steigern. Trotzdem mußte ich noch bis 2002 regelmäßig normalgefärbte Garnelen herausfangen. Seitdem konnte ich nur noch normalgefärbte Einzeltiere feststellen, die ich natürlich auch entnahm.
Das Kuriose an diesen Farbform ist, dass sich die Farbe nicht auf oder unter der Chitinhülle befindet, sondern im Gewebe sitzt. Da die Garnelen nach einer Häutung einige Tage bleich sind und sich die Farbe in unbeleuchteten, algenfreien Aquarien zurückbildet, tippe ich auf einen Carotinähnlichen Farbstoff, den diese Garnelen einlagern können. Versuche, die Garnelen mittels Farbfutter einzufärben, sind alle misslungen. Keins der käuflichen Farbfutter hatte eine Verstärkung der Farbe bewirkt.
Regelmäßig sehe ich unter meinen Tieren richtig leuchtende, ich nenne sie “Neonröhrchen”, Garnelen. Vielleicht werde ich mit ihnen mal einen weiteren Selektionversuch starten.

Rote Tüpfel 2

Rote Tüpfel 3

01/2009: In der aktuellen Ausgabe Nr. 21 der Zeitschrift Amazonas habe ich in zwei Artikeln meine ganzen Erfahrungen über die Haltung und Zucht von Zwerggarnelen, insbesondere über die schwarze Tiger- und die rote Tüpfelgarnele niedergeschrieben. Über den Verlag NTV kann man sich das Heft zuschicken lassen.
Amazonas Nr. 21
04/2010: Mittlerweile ist das Heft vergriffen. Die Texte und auch teilweise ide Bilder können hier online angeschaut werden.

08/2009: Den Stamm habe ich immer noch, zwar gab es mal schwierige Zeiten, aber seit einem Jahr steht der Stamm wieder wie früher. Im Moment besteht die Gruppe aus 30 geschlechtsreifen und 70 kleineren Garnelen. Vielleicht werde ich die Gruppe trennen, um dann alle zwei Generationen wieder neue Linien zusammenzustellen.