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Corydoras habrosus

Nachdem ich zweimal mit nur geringen Erfolgen versucht habe, diese hübschen, kleinen Zwergpanzerwelse im Daueransatz zu vermehren, setzte ich Anfang 2005 einfach eine Gruppe von 6 Männchen und 5 Weibchen zu meiner Corydoras maculifer Gruppe. Seit dem kann ich in unregelmäßigen Abständen von 2 bis 6 Wochen etliche kleine Eier absammeln. Leider verteilen die Corydoras habrosus ihre Eier im ganzen Aquarium an den Pflanzen, der Wurzel und auch im Sand, dass das Absammeln der 20 bis 100 Eier recht zeitaufwändig ist. Ungewöhnlich ist auch, dass meist nur die Hälfte der Eier befruchtet ist bzw. sich weiterentwickeln.
Nach einem Tag werden die “guten” Eier dunkler und man kann den Rest sicher entfernen. Nach weiteren zwei Tagen schlüpfen die winzigen Larven. In den nächsten zwei bis drei Tagen verbrauchen sie ihren Dottersack, werden dunkler und wachsen auch schon ein Stück. Als Erstnahrung gebe ich wenige frische geschlüpfte Salinies.
Wenn die Larven zwei bis drei Tage sicher fressen, setze ich sie mit gleichalten Larven anderer Panzerwelsarten in ein frisch eingerichtetes 12l Becken. Das Wachstum ist für einen so kleinbleibenden Fisch in den ersten sechs bis acht Wochen rasant. Sie erreichen dann eine Grösse von 1cm, danach wachsen sie nur noch 2mm pro Monat und sind mit einem halben Jahr geschlechstreif. Ab 1,5cm kann man die Nachzuchten abgeben. Der Erwerber sollte aber sicherstellen, dass die Kleinen in ihrer neuen Heimat ausreichend Futter bekommen und nicht unter der Futterkonkurenz anderer Welse leiden.
Bei Versuchen die Larven in ein schon eingefahrenes Becken zu setzen, sterben sie meist innerhalb einiger Tage. Die Art kümmert bei einer höheren Keimbelastung des Wassers schnell und ich vermute auch hier meine Mißerfolge bei den Daueransätzen. Die Eier entwickelten sich regelmäßig und die Larven schlüpften auch, nur verschwanden sie innerhalb einiger Tage. Wenn ich mal ein tote Larve fand, hatte diese oft einen aufgeblähten Bauch oder Restdottersack. Auch die Alttiere kümmern schnell und zeigen dies durch verkürzte Barteln und eingeschmolzene Bauchflossen.
Meine ältesten Corydoras habrosus sind fast 6 Jahre alt geworden, aber im Durchschnitt wird diese Art 3,5 bis 4 Jahre alt.
Die Geschlechter unterscheidet man am besten an Hand der Grösse und Körperproportionen. Bei halbwüchsigen Corydoras habrosus konnte ich keine eindeutlichen Geschlechtsunterschiede feststellen.
Zu oft wird die Art in kleine Becken unter 40l Volumen gesetzt. Nach meinen Erfahrungen zeigen Corydoras habrosus erst in 60er Becken und Gruppenstärken von mindesten 15, besser 20 Stück oder mehr ihr natürliches Verhalten. Dann schwimmen sie fast den ganzen Tage in kleineren Gruppen von 3-5 Stück umher. Ein befreundeter Aquarianer hatte mal über 100 Stück in einem Aquarium mit einer Grundfläche von 100×40cm sitzen. Dazu nur noch einige kleinere Salmler, einige Harnischwelse und eine Gruppe Apistogramma macmasteri. Hier waren die umherziehenden Gruppen grösser, meist so 10 bis 12 Stück und ich wurde es nicht müde dem regen Treiben zuzusehen. Sobald ein Apistogramma die Corys aus seinem Revier vertrieb, verdichtete sich die flüchtene Gruppe, um sich dann nach einer kleinen Strecke wieder zu verteilen und unbekümmert weiter zu fressen.
Nach Wasserwechseln und/oder Tiefdruckgebieten balzen die Männchen die laichkräfigen Weibchen an und es wird für einige Stunden hektisch im Aquarium. Wenn die Eier nicht abgesammelt werden, lernen die Fische schnell diese als zusätzliche Futterquelle zu nutzen und vereiteln durch das nun erlernte Eierfressen auch spätere Zuchtversuche. Dies kann soweit gehen, das nach den ablaichenden Weibchen direkt einige nicht am Laichen beteiligte Corydoras folgen und die noch weichen Eier auffressen. Man erkennt später noch Eihäute und ringförmige Ablagerungen an den Scheiben.
Als Futter für die kleinen Corys hat sich eine Kombination aus 50% Trockenfutter (Tabletten, feines Granulat, geschälte Artemien) und 50% Frost- oder Lebendfutter (Cyclops, Bosmiden, Grindal, Mikro, frischgeschlüpfte Artemien) bewährt. Im Vergleich zu der Pflege von anderen Panzerwelsarten sollte bei der Art häufiger Wasser gewechselt werden, so alle 10 Tage 30% ist ein guter Wert. Zusätzlich sollte regelmäßig Mulm und Filterschlamm entfernt werden, das senkt den den Gesamtkeimgehalt und verhindert das Einschmelzen von Barteln und Flossen. Javamoos wird gerne bei der Dekoration von kleineren Aquarien benutzt, ist aber bei Zwergpanzerwelsbesatz nicht so geeignet, weil es sich schnell voll Mulm setzt. Mit der Zeit sammeln sich Moosteile auf dem Bodengrund, dort können die Welse nicht mehr richtig gründeln und so entsteht schnell Gammelecken, die die Corydoras habrosus nicht mögen und auch häufig ein Grund für verkürzte Barteln und eingeschmolzene Flossen sind.