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Aufzucht von Artemia einmal anders

04/2009

Nach dem ich früher schon einige Male vergeblich versucht habe Artemien groß zu ziehen, bin ich eher unwissend zu einer funktionierenden Kultur gekommen:

Man nehme einige salzige Fissellarvenfutter-, Hüpferling- und Algenkulturen, vergesse diese für einige Wochen. Dann zum Reinigen der Behälter kippt man die Reste in einen Eimer und gebe unbeabsichtigt einen Spritzer frischgeschlüpfte Artemien hinzu. Das Ganze wieder ein paar Tage oder Wochen stehen lassen. Dann sich wundern was da für weiße Punkte in dem Eimer rumkurven. Bei genauere Betrachtung konnte ich in dem grünen, vermulmten Wasser 10-15 große Artemien, die teilweise die gesehenen Eisäcke hatten, sehen. Das Ganze in ein 12er Becken geschüttet und mal dem Leitwert gemessen: 150mS/cm, nein kein Tippfehler 150000µS/cm.
Sollte dem 3-4 fachen Salzgehalt von Meerwasser entsprechen. Innerhalb 3 Tagen habe ich die Kultur auf 50mS/cm (Meerwasser) runterdosiert und gleich jede Menge Nauplien vorgefunden, die durch die besseren Umweltbedingungen geschüpft sind. Als Futter reiche ich meinen Booster aus feingemahlenem Tabi Min, Brennnesseln, Chlorella- und Spirulinapulver.
Innerhalb zwei Wochen ist der Bestand explodiert und das Alles in einem Liter Kultur. Ich werde langsam die Kultur vergrößern, teilen und auch raus in die Sonne stellen.

Meine Microphis deocata fressen die halbwüchsigen Artemien gerne und packen mit etwas zögern auch die großen Männchen.

06/2009:

geschlüpfte Artemianauplien zu 100% nutzen!!!

Ich habe mich immer ein wenig geärgert, dass ich doch jeden Tag einiges an Nauplien wegschütte. Gerade die geboosten Nauplien sammeln sich nicht mehr so konzentriert am Boden der Flaschen.
Die Aufzucht der Artemien im Fischkeller klappt mittlerweile sehr gut, siehe oben.

Nur der Versuch im Freien scheiterte weil sich Ablagerungen von dem Meeressalz, vermutlich Kalk oder Natron, bei Leitfähigkeiten von über 90mS/cm bildeten, die wiederum den Artemien das Leben schwer machten. Mittlerweile habe ich die Leitfähigkeit auf 50µS/cm eingestellt und da keine Artemien mehr am Leben waren, bildete sich eine schöne grüne Brühe in der Mörtelwanne.
Die täglich anfallenden Reste der angesetzten Artemien geben ich 3-4 Tage lang in eine 25l fassende Plastikwanne (Ikea) die am ersten Tag mit grünen Wasser aufgefüllt wird. Hier können die Nauplien wachsen und bei entsprechender Größe abgefischt werden. Das Wasser gebe ich wieder in der Mörtelwanne mit den Schwebealgen. Für eine Durchlauf brauche ich 4-5 Plastikwannen und die 90l Mörtelwanne für die Schwebealgen.
Zu beachten ist die Leitfähigkeit, die zwischen 40 und 60mS/cm liegen sollte und das regelmäßige Nachdüngen mit günstigem Blumendünger der Schwebealgen. Hier gebe ich im Moment alle 14 Tage 100ml Dünger hinzu.
Die Zystenschalen störten kaum, da die Artemien beim Abfischen wesentlich größer sind und so gut von einander getrennt werden können. Trotzdem versuche ich möglichst wenige Zystenschalen mit in die Wannen zugeben, da sie die Kultur unnötig beschatten. Auch sollte möglichst keine Artemien in die Algenkultur gelangen.
Es ist schon erstaunlich welche Mengen an Artemien ich heranziehe, obwohl ich versuche möglichst wenige Nauplien übrig zu lassen.

Meine Nadeln, Grundeln, Regenbogenfische und auch die Betta albimarginata fressen die halbwüchsigen Artemien begeistert. Gerade für den halbwüchsigen, gefräßigen Nadelnachwuchs sind die mittleren Artemien ein sehr gutes Futter, man bekommt sie damit richtig satt. Kleinere Artemien oder Cyclops werden über Stunden gepickt, aber so richtig satt sind die Nadeln dann nicht. Schwarze Mückenlarven sind ein ähnlich gutes und begehrtes Futter, was sich aber nur schlecht nach Grössen sortieren läßt. Das Ganze läuft so gut, dass ich mir überlege die Aufzucht ab dem Herbst indoor weiterlaufen zu lassen.

08/2009: Ich habe mir 4 Stück 70×22×50cm Becken anfertigen lassen, die ich in der Garage hinter Glasbausteinen aufstellen werde. Diese Becken werden nur schwach belüftet und vielleicht noch im Winter etwas beheizt. Dazu noch 6-8 Stück von den 5 Liter Mineralwasserflaschen in denen ich Schwebealgen als Artemiafutter vermehren werden. Mein Plan sieht wie folgt aus: Aufzuchtbecken mit Salzwasser und 4-8 Liter Algenbrühe befüllen. Dazu die anfallenden Artemienreste von 4-5 Tagen oder gezielt eine bestimmte Menge Artemiazysten. So haben die Artemien bis zu 20 Tagen Zeit zu wachsen,bis das Becken für einen Neuansatz benötigt wird. Die Schwebealgen lassen die Nauplien schnell und fast verlustfrei heranwachsen bis dann nach weiteren 4-5 Tagen bei verschwinden der Schwebealgen mit einem Staubfutter zugefüttert werden muß. Hierzu benutze ich Chlorella- und Spirulinapulver als Grundmischung. Ich will aber mit Hilfe mehrere Versuchsreihen in 12 Liter Aquarien und der Mitarbeit von Martin Reith die Futtermischung verbessern. So kann ich den Käufern von Süßwassernadeln ein funktionierendes System anbieten, mit dem sie die erworbenen Nadeln über den Winter kostengünstig mit hochwertigem Futter versorgen können.

09/2009:
Der Test erbrachte keine besonderen Erkenntnisse, außer dass die Artemien fast alles verwerten können, was fein genug gemahlen ist, bzw. sie fressen die Bakterien die daraus entstehen. Wichtig ist eine sparsame Fütterung.
Im Moment benutze ich ein Flüssigmittel von seahorsemania und eine Trockenmischung aus Chlorella, Spirulina- und Brennnesselpulver. Trockenhefe, Weizen- und Gerstengras werde ich noch probieren.

09/2011:
Die Trockenfuttermischung funktioniert, man darf aber nur sparsam füttern. Zusätzlich hat sich gerade für die kleineren Artemien anzufüttern Inve S.parkle bewährt.

Im Winter muß ich die Becken in der Garage auf mindestens 14°C heizen sonst brechen die Kulturen zusammen.