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Dario dario

08/2009: Ein paar Informationen nachträglich. Als diese Art als Badis sp. scarlet vor ein paar Jahren eingeführt wurde, war das grosse Problem Weibchen zu bekommen, da die Fänger die grauen Weibchen nicht mitnahmen und so zu mindestens 95% Männchen unter den Importen waren. Als nach einiger Zeit ein Freund mit einem Händler zu einen Großhandel fahren konnte, bat ich ihn mir 2-3 Paare mitzubringen. Glücklicherweise wurde gerade ein grösserer Posten von ca. 1000 Stück zum Verkauf freigegeben. So konnte er mir die, wie gewünscht, grauesten Dario dario, die er finden konnte und drei kleinere Männchen mitbringen. Der Transport und die Eingewöhnung klappte ohne Probleme, sodass ich nach sechs Wochen die Weibchen in ein 40er Ansatzbecken mit einer dünnen Schicht ausgelaugter Torffasern setzte, darüber eine 3-4cm dicke Schicht Javamoos, einem Schwammfilter und einer zusätzlichen feinen Durchlüftung. Bei guter Fütterung mit kleinen Wasserflöhen, Grindalwürmern und Salinies setzten die Weibchen innerhalb 12 Tage Laich an, den man gut gelblich durchschimmern sah. Als ich dann die Männchen dazu setzte, fingen diese nach einigen Orientierungsrunden direkt an Reviere zu besetzen und begannen die Weibchen anzubalzen. Nach zwei Tagen fing ich die ganze Gruppe raus und fütterte nach einen Wasserwechsel eine Portion Pantoffeltiere. Mehrmals täglich suchte ich mit einer kleinen Taschenlampe nach den ersten Larven. Lange mußte ich nicht warten und so konnte ich schon nach zwei Tagen an den Scheiben die ersten Larven kleben sehen. Die ersten Larven hatten dann auch schon Pantoffeltiere gefressen. Nach weiteren zwei Tagen gab ich einige ganz feine Cyclopsnauplien, die zwischen 80 und 150µm groß waren, dazu. Nach weitern drei Tage wurde die ersten frischgeschlüpften Salinies gefressen. Die weitere Aufzucht gelang mir bei täglichen Wasserwechseln von 30% und einem kompletten Umsetzen des Beckeninhalts nach vier Wochen in ein 60er problemlos. Nach vier Monaten konnte ich über 150 Nachzuchten abfischen. Glücklicherweise waren über 60% davon Weibchen. Später bei paarigen Ansatzen konnte ich zwischen 30 und 77 Jungfsche zählen.
Die ganzen Versuche liefen in meinem Leitungswasser: 10-11°dGH, 3-4°dKH, 330µS/cm, 21-23°C, ph-Wert 7-7,5
Das Hauptproblem war das Anfüttern der Larven: Pantoffeltierchen werden gefressen, sind aber nicht so nahrhaft. Cyclopsnauplien sind vielleicht zu schnell, Microwürmer sind zu groß. Rädertierchen konnte ich damals nicht anbieten, weil ich keine in meinen Tümpeln fangen konnte.
Leider lebten die Dario dario bei mir nicht so lange, sie wurden einer nach dem andern nach spätestens 15 Monaten bleich, blähten sich auf und starben innerhalb einiger Tage. Bei Bekannten und Kunden lebten die Fische in schwach besetzten und dichtbepflanzten Becken in weichem, leicht saueren Milieu und bei wenig Futter bis zu 2,5 Jahren. Ich vermute, da die Fische in der Natur mit nur wenig Futter auskommen müssen und bei der Mast in meiner Anlage zu schnell vergreisten. Mit den eigenen Nachzuchten züchtete ich noch zwei Jahre regelmäßig, wobei ich aber immer aufpassen mußte ausreichend Nachzuchten zum Aufbau von neuen Zuchtgruppen zurückzuhalten.
In den letzten Jahren wurden einige hübsche Dario-Arten (pyjama, red,…) eingeführt, die mich schon reizen könnten.