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Corydoras sp. green stripe (CW009)

Die ersten dieser ungewöhnlich gefärbten Panzerwelse sah ich 1998 bei Karl Lang, der wohl auch der Erste war, der sie nachzüchten konnte. Ich bekam von Karl zwanzig seiner Nachzuchten, um mir eigene Zuchtgruppen bilden zu können. Leider befanden sich daunter nur sechs Weibchen von denen später nur vier Laich bildeten. Die Geschlechter lassen sich bei halbwüchsigen Tieren nur an der Knochenspalte hinter dem After unterscheiden oder bei ausgewachsenen Tieren zusätzlich an den Körperproportionen. Im Mittel laichen die Weibchen 30-60 Eier, die wesentlich grösser als die Eier von Corydoras aeneus sind. Der Laich ist am Anfang milchig weiß und färben sich während der Entwicklung nicht ein, so dass es schwer ist, die unbefruchteten Eier auszusortieren. Dies ist aber sehr wichtig, da sonst die “guten” Eier durch Bakterien zerstört werden. Die weiter Aufzucht ist bei guten Hygienebedingungen einfach und die Jungfische wachsen innerhalb von 3-4 Monaten auf 3-3,5 cm heran.


Corydoras sp. green stripe NZ Männchen 6 Jahre 50 mm


Corydoras sp. green stripe NZ Weibchen 6 Jahre 68 mm

08/2009: Mit einer geschlechtsreifen, harmonisierenden Gruppe konnte ich in der Regel über 5-6 Jahre gute Nachzuchtergebnisse erzielen. Wichtig ist eine bestimmte Gruppengrösse. Ich hebe mit meist 10 bis 12 schöne Nachzuchten auf und tausche später, wenn möglich noch 2-3 Männchen von einem anderen Züchter. Unter den geschlechtsreifen Nachzuchttieren suche ich mir 3,3 oder 4,4 zum Aufbau einer Zuchtgruppe aus. Beim Zusammenstellen einer neuen Zuchtgruppe bevorzuge ich kleinere, schlanke Männchen und nicht zu laichvolle Weibchen. Schlanke Männchen sind nach meinen Erfahrungen bessere Befruchter und zu dicke Weibchen laichen meist nur weniger und auch schlechter befruchtete Eier. Wichtig ist gerade bei der Art die Simulation einer ausgeprägten Trockenzeit mit gerade nur 20% der Futtermenge. An Futter gebe ich während dieser Zeit Futtertabletten und gelegentlich wenige frischgeschlüpfte Artemien oder lebende Wasserflöhe. Die Wasserwechselmenge reduziere ich auf 20% alle 3-4 Wochen. Dies funktioniert nur wegen der deutlich verringerten Futtermenge. Verschiedene Corydoras-Züchter hatten schon Ausfälle, weil sie während der simulierten Trockenzeit doch zu viel im Verhältnis zum Wasserwechsel gefüttert haben.

08/2011: Leider laichte die alte Zuchtgruppe seit Anfang 2010 kein einziges Ei mehr und es sind auch einige, vermehrt Weibchen, gestorben. Aus dem letzten eigenen Nachzuchten und einigen von einem Bekannten (Bernd aus Berlin) spendierten Nachzuchten versuche ich in dieser Saison eine funktionierende Zuchtgruppe zu bilden. Das Hauptproblem liegt bei dem grossen Männchenüberhang bei den Nachzuchten, so hatte ein Freund unter 10 Nachzuchten kein einziges Weibchen. Bei anderen Panzerwelsarten, auch bei Corydoras sp. orange stripe, konnte ich dieses Ungleichgewicht nicht feststellen.
Zeitweise waren teure Wildfangtiere im Handel zu bekommen, da hatte ich aber kein Glück und eine 15er Gruppe ist mir trotz anfänglicher Quarantäne, bester Pflege und später einer Behandlung mit Antibiotika nach und nach an Entzündungen der Leibeshöhle oder im Kopfbereich gestorben.
Ich möchte aber noch erwähnen, dass die Todesfälle bei der alten Gruppe nicht während der Simulation der Trockenzeit auftraten, sondern später als ich vermehrt Lebendfutter gefüttert habe. Vielleicht waren die Fische durch das höhere Alter und auch die Trockenzeit zu sehr geschwächt, was sich aber äußerlich nicht zeigte, dass sie den Übergang zur Regenzeit nicht mehr schafften.