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Corydoras aeneus black

Seit 1997 versuchte ich diese tolle Art zu erwerben, doch erst 2002 konnte ich eine angebliche Zuchtgruppe als Corydoras black brasil für viel Geld kaufen. Von fünf Paaren waren wegen Flossen- und Bartelschäden leider nur zwei zur Zucht tauglich. Diese zwei Paare laichten nach einigen Wochen willig und reichlich ab. Die Befruchtungsquote der ersten Eier lag bei ca. 50% und bei späteren Laichgängen um 80% , nie konnte ich eine richtig gute Befruchtungquote von über 90% beobachten. Aus den ersten Nachzuchten suchte ich mir eine Zuchtgruppe mit sechs Männchen und vier Weibchen aus, die wiederum schon nach 10 Monaten für Nachwuchs sorgten.
Ich glaube nicht, dass es sich bei dieser Panzerwelsart, wie oft behauptet, um eine Wildform handelt. Die schlechte Befruchtungsquote, die vielen verkrüppelte Larven, die grosse Laichwilligkeit und ca. 5% fehlfarbene, graue Nachzuchten sind deutliche Indizien für eine Farbform von Corydoras aeneus (schultzei).
Trotzdem ist eine Gruppe dieser Art in einem Gesellschaftsbecken ein toller Blickfang. Bei guten Bedingungen zeigen die Corydoras aeneus black schnell ihre samtschwarze Körperfärbung mit dem schokobraunen Rücken und den ebenso gefärbten Flossen. Keine Scheu und eine leichte Vermehrbarkeit ist ein weiter positiver Aspekt dieser Zuchtform.
Meine Zuchtgruppe laicht von Oktober bis Mai willig bei jedem grösseren Tiefdruckgebiet auch ohne Stimulation durch Wasserwechsel ab. Bei einer gezielten Stimulation sind die Eimengen nur wesendlich grösser. Ohne Stimulation kann ich meist nicht mehr als 400 Eier absammeln, mit Stimulation konnte ich im April 2005 über 1500 Eier von einem einzigen sechs Stunden dauernden Laichgang absammeln. Auch hier gilt: “Das Schwierigste beim Züchten von Fischen ist rechtzeitig aufzuhören”. Trotz das ich einen Teil der Eier verfütterte, konnte ich über sechshundert gesunde Jungfische großziehen.
Bei einem Börsenkunden in einem Diskusbecken sind einige meiner Nachzuchten innerhalb eines Jahres auf über 70mm gewachsen. Ich bin aber sehr gespannt, wie alt diese Welse bei 29°C werden. Als Endgrösse kann bei sehr guten Pflegedingungen von über 80mm ausgegangen werden.
Die Geschlechtsunterschiede sind bei halbwüchsigen Fische nur schwer zu unterscheiden. Bei älteren Corydoras aeneus black erkennt man das Geschlecht am ehesten an der Körperform und der Knochenplattenspalte hinter dem After. Außerdem haben die Weibchen meist einen grösseren weißen Bauch, siehe auch auf den folgenden Bildern.


Corydoras aeneus black Männchen 3 Jahre 52mm


Corydoras aeneus black Weibchen 3 Jahre 63mm

01/2007: Bei der C. aeneus black Gruppe im Diskusbecken gab es noch keine Ausfälle. Die Weibchen sind fast 8cm groß geworden. Man merkt aber, dass sie langsam alt werden: Die Färbung ist nicht mehr so intensiv und sie werden ruhiger.
08/2009: Von den anfänglich 10 Welsen leben heute noch vier Stück, der Rest ist im letzten Jahr so nach und nach gestorben. Vorher traten typische Vergreisungserscheinungen, wie krumme Wirbelsäule und trübe Haut auf. Nach grösseren Wasserwechseln reihen sie die verbliebenen Alttiere aber trotzdem noch in das Balztreiben ihrer Nachkommen mit ein.
Meine Zuchtgruppe ist 2003 geschlüpft und zeigte bis heute keine Vergreisungen. Die Laichaktivitäten lassen sich leicht mit Verändern der Pflegeparameter steuern und die Befruchtungsquote liegt bis auf ein paar Laichgaben am Anfang der Laichphase bei 85%.

08/2011: Leider neigt die Art zu Wirbelsäulenverkrüppelungen bei den Nachzuchten. Normalerweise kenne ich dieses Problem nur bei Verpaarung von Geschwistern. Ich habe mir aus dem Handel Männchen, die nicht mit meinen Weibchen verwandt sind, besorgt, aber trotzdem sind 10 bis 20% der Larven verkrüppelt. Einige meine guten Nachzuchten hebe ich mir auf um vielleicht in 1-2 Jahren wieder eine Zuchtgruppe bilden zu können.
Ich werde die Art die nächste Zeit nicht mehr züchten.